Tag 6 (20.6.02) - "Adolf Munkel und die Schmerzen" |
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Motiviert für den letzten Tag ließen wir uns, gemeinsam mit "Gastrider" Jürgen einen tollen Schotterweg Richtung Pederühütte hinunter. Dieser Weg war gegen Ende so steil, dass man aufpassen musste nicht aus den Kehren zu fliegen. Bei der Pederühütte verabschiedeten wir uns von Jürgen und fuhren ein langes Tal auf Asphalt Richtung St. Vigil hinaus. Dort wurden Bankomat und Bäckerei geplündert und unsere letzte Straßenetappe in Angriff genommen. Nach vielen Kilometern und einigen Höhenmetern erreichten wir Campil. Von dort ging es wieder auf Schotter weiter - wir hatten die Route auf Jürgens Tipp hin ein wenig modifiziert, was kein Fehler war.
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Abfahrt zur Pederühütte |
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Achtung Baustelle !! |
Die Schotterstraße zog sich lange den Berg hinauf und großes Erstaunen machte sich breit als wir auf über 2000m Bagger und Caterpillar antrafen und der Weg durch ein Schild "Achtung Baustelle" versperrt war. Wir ließen uns natürlich nicht abschrecken und erreichten nach weitern 300 hm das Kreuzjoch. Dort begann wieder eine Schiebepassage den Berg hinunter zum "Adolf Munkel Weg" der uns später noch etwas beschäftigen sollte. Mitten in der Steilwand arbeitete dort ein total verkeilter Bagger der dabei war in ca. 50% Gefälle (ja es war fast senkrecht) einen neuen Weg zu graben. Hinterher schafften zwei wortkarge Arbeiter die Steine und Felsbrocken zur Seite. Bei der nächsten Alm machten wir Rast (leider hatten wieder mal alle Hütten geschlossen). Hier entschied sich Roberto seinen Weg wieder auf Asphalt fortzusetzen und verließ uns Richtung Lajen. |
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Für uns begann jetzt ein interrasanter Streckenabschnitt: "Der Adolf Munkel Weg" Der als wunderschöner Wandertrail konzipierte Hochgebirgsweg eignete sich leider kaum zum biken was auch überaus wichtige Bemerkungen von deutschen Wanderern "da habt ihr euch aber verfahren" provozierte. Das ständige Aufsteigen, 10 Meter fahren und wieder absteigen um zu schieben mag zwar, im Anblick der imposanten, wenn auch wenig bekannten, Geisslergruppe, 10 Minuten lang lustig sein, keinesfalls jedoch 2 STUNDEN !! Daher war meine Stimmung eher negativ als wir, gezählte 12 Pedaleinschläge in meiner rechten Wade später, die nächste Alm erreichten die natürlich geschlossen war - unser Mittagessen musste daher auch um 17:00 noch warten. Dann ging es aber zügig weiter und wir fanden wieder fahrbare Schottertrails quer über eine riesige Alm vor. Und dann war es soweit: wir entdeckten eine geöffnete Alm und fielen sofort in die "Speckhittn" ein. Ein Speckbrot und 2 Biere später verweigerte die Sennerin Wolfi und Klemens noch den Verkauf eines größeren Stückes Speck und wir machten uns wieder auf den Weg. Ein paar Höhenmeter hatten wir noch bis zur Heiligenkreuzkapelle zu überwinden von der aus man eine tolle Aussicht auf den Berg unseres ersten Tages, den Schlern, hatte. Danach ging es nur mehr bergab - vorerst schiebend durch ein Feld mit riesigen Gesteinsquadern, mit denen, der Sage nach Riesen gekegelt haben, dann nur mehr fahrend, im Geschwindigkeitsrauch die Bremsen ignorierend, auf einer nicht enden wollenden Forststraße 700 Hm begrab. Ich übernahm als Führer natürlich die Spitze und die Armen hinter mir waren in Lajen dann ein bisserl staubig. Dort riefen wir Roberto am Handy an um ihn ein wenig zu schocken und unsere Ankunft erst in 3 Stunden anzukündigen - es war allerdings bereits 19:30. Als er den "Schmäh" durchschaute kam er aus seinem Zimmer zu uns und berichtete, dass er eine Expedition durch mannshohe Brennnesseln hinter sich hatte und den richtigen Weg nicht fand. Ein paar Höhenmeter später ist er aber dann doch sicher in Lajen angekommen. WIR KONNTEN ALSO AUF 6 TAGE KAISERWETTER MIT UNBESCHREIBLICHEN NATUREINDRUCKEN, KEINEN VERLETZUNGEN, KEINEN PANNEN UND VIELEN NOCH ZU ERZÄHLENDEN GESCHICHTEN ZURÜCKBLICKEN EINFACH TOLL !!
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Der "Adolf Munkelweg"
Die "Speckhittn"
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